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Nach meiner Meinung wird sich die Arbeitslosigkeit durch den demografischen Faktor in Zukunft von alleine reduzieren. Meine Meinung wird dadurch untermauert, dass wir im Jahr 2010 erstmals nicht alle Lehrstellen besetzen konnten.
Nun, dass ist eine deutschlandweite Betrachtung, an der wir keinen großen Einfluss haben. Mit unserem Jugendprojekt „second chance“ wollen wir probieren in unserer Region mit zu helfen, die Situation zu verändern.
Istanalyse:
Es stellt sich die Frage warum können nicht alle Lehrstellen besetzt werden, wenn es doch genügend arbeitsloser Jugendlicher gibt?
Die Antwort hierauf ist einfach – viele dieser Jugendlichen haben keinen qualifizierten Hauptschulabschluss und sind deshalb nicht in der Lage einen entsprechenden Ausbildungsplatz anzutreten.
unsere Antwort – wir qualifizieren solche Jugendliche:
Wir ermöglichen Jugendlichen, die keinen qualifizierten Hauptschulabschluss haben die Möglichkeit einer Ausbildung
im Bereich Metallverarbeitung
- im Bereich Maler- und Lackierer
das Konzept:
unser Angebot richtet sich an alle Jugendliche – egal, ob Vereinsmitglied oder nicht
welche Voraussetzungen muss ein Jugendlicher erfüllen:
wir erwarten Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Engagement
(bevor wir Ausbildungsverträge fertigen, testen wir das ein Vierteljahr lang)
Die maximale Anzahl der Jugendlichen, mit denen wir uns zu einem Zeitpunkt beschäftigen können, beträgt je Ausbildungsberuf 15 Teilnehmer).
Welche Voraussetzungen benötigen wir:
um eine Ausbildung solcher Jugendliche ermöglichen zu können, benötigen wir unterschiedliche Voraussetzungen:
wir benötigen für das Projekt die Zustimmung der Handwerkskammer
- (die Jugendlichen sollen natürlich wie jeder andere auch an dem Unterricht der Berufsschule teilnehmen und am Ende der Ausbildung eine Prüfung machen – bei Bestehen der Prüfung haben sie dann den Abschluss des Ausbildungsberufes erreicht)
- wir benötigen Räume, in denen wir die Ausbildung durchführen können
- zur Durchführung der Ausbildung benötigen wir ein geeignetes Gebäude mit einer geeigneten Werkstatt, Sozial- und Unterrichtsräumen.
- Zur Zeit besteht für uns die Möglichkeit entsprechende Gebäudeteile im Brennpunkt Fulda-Münsterfeld zu erwerben. Auf dem Gelände hat der Förderverein des Blackhorse Museum Fulda (eine Abteilung von uns) bereits eine Lagerhalle erworben. Derzeit also eine sehr gute Möglichkeit, um das Projekt umsetzen zu können.
- Die entsprechenden Gebäudeteile könnten wir kaufen oder im Mietkauf erwerben (die Zahlung einer monatlichen Miete macht für uns keinen Sinn, da dass Projekt ja nicht nur kurzfristig durchgeführt werden sondern auf Dauer angelegt sein soll. Der Kauf amortisiert sich also – die Miete nicht.)
- wir benötigen qualifiziertes Personal
- Um die Ausbildung in den genannten Berufen durchführen zu können, benötigen wir jeweils einen Meister.
- Dieses Personal muss natürlich entsprechende Zeit vor Ort sein und die geforderten Lehrinhalte in die Praxis umsetzen können sowie auch theoretischen Unterricht geben.
- Unser Vorteil gegenüber der Ausbildung im Betrieb – unser Personal kann sich 8 Stunden am Tag mit den Jugendlichen beschäftigen. Wir sind uns deshalb sehr sicher, dass die Jugendlichen bei entsprechendem Willen auch das Ausbildungsziel erreichen.
- Zur Zeit würde uns ein Meister für die Metallverarbeitenden Berufe zur Verfügung stehen. Hier müssen wir klären, wie eine Finanzierung der Stelle möglich ist.
- Für den Ausbildungsberuf Maler- und Lackierer steht uns ebenfalls ein Meister zur Verfügung. Die Finanzierung ist in diesem Fall etwas einfacher, da wir vom Amt für Arbeit & Soziales einen Zuschuss von rund 50% zu den Kosten bekommen würden.
- Wir benötigen Maschinen, um die Ausbildung zu gewährleisten
- Einen entsprechenden Gebraucht-Maschinenpark könnten wir zur Zeit ebenfalls kostengünstig erwerben. Vielleicht ist es auch denkbar, dass wir diesen Maschinenpark auch im Mietkauf anschaffen können.
- Wie stellen wir uns eine Finanzierung vor:
- Antragstellung auf Bezuschussung des Projektes durch die EU, Bund, Land, Kreis, Stadt (für das Gebäude, Personal und Maschinen)
- Die Restfinanzierung des Gebäudes und Maschinenparks würde durch uns sichergestellt.
- Gründung eines Förderkreises oder Stiftung „Ausbildungspatenschaft – wir für dich“ zur Finanzierung der verbleibenden Personalkosten. Ich könnte mir vorstellen, dass entsprechende Sponsoren je Jugendlichen einen gewissen monatlichen Betrag zahlen, um die Finanzierung des Personals sicherzustellen.
- Der Verwaltungsmäßige Aufwand würde durch uns abgedeckt.
- Bei der vorstehenden Darstellung handelt es sich nur um eine Kurzbeschreibung des Projektes. Ich denke es stellt eine hervorragende Möglichkeit da, Jugendlichen, die keinen qualifizierten Hauptschulabschluss haben (und deren berufliche Zukunft eigentlich schon vorgezeichnet wäre) eine 2.Chance zu geben. Wir könnten durch diese Maßnahme die Arbeitslosigkeit in unserer Region weiter senken, wir holen Jugendliche von der Straße geben ihnen eine sinnvolle Beschäftigung, verhindern vielleicht das Abrutschen in die Kriminalität und wir könnten durch unsere Maßnahme vielleicht ein Modellprojekt schaffen, was auch in anderen Regionen Deutschlands oder Europas greifen würde.
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