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Stadtteilolympiade
In der Phase II - einer Stadtteilolympiade sollten die Teilnehmer animiert werden, mit Einwegkameras Bilder vom Stadtteil zu machen. Dabei haben sich die Kinder und Jugendlichen an folgenden Fragestellungen orientiert:
- Welchen amerikanischen Einfluss finde ich in meinem Stadtteil? (Architektur, Straßennamen wie Glenn- Miller Straße, Washington Straße, Flemmingstraße usw.)
- Wie macht sich der amerikanische Einfluss bemerkbar?
- Welchen amerikanischen Einfluss finde ich in der Stadt Fulda?
Gruppenarbeit
Die Fotos und Eindrücke wurden dann in einem nächsten Schritt in unterschiedlichen Gruppenarbeiten ausgewertet. Diese Gruppenarbeiten fanden in den Räumen der evangelischen Kreuzkirche statt.
In den Gruppenabenden haben die Teilnehmener eine Bilderausstellung über den Stadtteil geplant und organisiert. Dazu wurde das gesammelte Hintergrundwissen über den Stadtteil didaktisch aufgearbeitet. Um diese Aufarbeitung vornehmen zu ermöglichen wurde neben den Fotos das erforderliche Wissen vermittelt – durch eigenständiges Sammeln von Informationen im Stadtteil Münsterfeld – aber auch durch Recherchen im Stadtarchiv.
Durch diese Gruppenarbeiten haben wir die Teamfähigkeit der Teilnehmer erfolgreich gestärkt.
In einem weiteren Prozess wurden mit den Teilnehmern verschiedene Aktivitäten gestaltet, wie HipHop Partys im Jugendtreff Fulda, Kinoabende und Kinonächte über Amerika und amerikanische Geschichte. Ein Sport- & Freizeitfest wurde veranstaltet hier wurden die Teilnehmer über attraktive Sportarten des DAFKS wie Basketball, American Football und Cheerleading informiert und jeder Teilnehmer konnte natürlich auch direkt mitmachen. Das gleiche galt für die Streetball-Mitternachtsturniere, die der DAFKS im Berichtszeitraum an 22 Abenden durchführte. Diese Streetball-Mitternachtsturniere haben sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche gerichtet, die nicht Mitglied im Verein waren. An diesen Turnieren haben jeweils rund 50 Teilnehmer aus unterschiedlichen Herkunftsländern mitgemacht. Ziel dieser Turniere war und ist die einzelnen Jugendlichen untereinander bekannt zu machen (an diesen Turnieren haben nicht nur Teilnehmer aus dem Stadtteil Münsterfeld mitgemacht). Wir haben neben dem Teamfaktor auch die Integration und Gewaltprävention umgesetzt.
Besichtigung und Vortrag im Blackhorse Museum Fulda, Exkursion Berlin und Abschlusswochenende Jugendbildungsstätte Oberbernhards
In einem weiteren Schritt haben wir uns mit der Geschichte des Kalten Krieges am Beispiel der ehemaligen Deutsch-deutschen Grenze auseinandergesetzt. Wichtige Themen waren hier:
Gemeinsame Geschichte der Hessen und Amerikaner von 1945 bis heute
- Thema: Nach sechs Jahrzehnten Stationierungszeit schließen Ende 2008 in Hessen die meisten US-Kasernen ihre Tore. Was kommt danach?
- Durchgeführt wurde ein eintägiger Besuch im Blackhorse Museum Fulda mit unterschiedlichen Zeitzeugengesprächen und Videovorführungen. Da dieser Besuch sehr interessant und intensiv ausgefallen war und eigentlich alles, was zu betrachten war umgesetzt werden konnte, wurde der geplante Workshop am Point Alpha durch ein Abschlusswochenend in der Jugendbildungsstätte Oberbernhards ersetzt.
Insbesondere ersetzten wir das Wochenende Point Alpha auch deshalb, da ja noch die Spurensuche an der ehemaligen Mauer in Berlin anstand. Um die geschichtlichen Ereignisse greifbar machen zu können, waren wir mit einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen eine Woche in Berlin. In dieser Exkursion haben wir markante Orte besucht. (Checkpoint Charlie, Eastsidegallery, Rosinenbomber, Karl-Marx-Allee, Amerikahaus, um nur einige zu nennen). Bei den Teilnehmern kam diese Woche Berlin natürlich toll an und wir konnten die Kinder und Jugendlichen noch ein Stück mehr zu Teamern umformen.
Da wir mittlerweile durch verschiedene Aktionen auf unser Projekt aufmerksam gemacht hatten, war es uns durch Verhandlungen möglich geworden auf diese Arbeit in einer Ausstellung „60 Jahre Amerikaner in Hessen“ (die für einen gewissen Zeitraum nach Fulda gekommen war), hinzuweisen.
Wir führten deshalb ein Arbeitswochenende in der Jugendbildungsstätte Oberbernhards durch. Ziel dieses Wochenendes war es, mit den Teilnehmern die Präsentation unseres Projektes für die genannte Ausstellung auszuarbeiten. Ergebnis dieser Teamarbeit war, dass wir 60 der gemachten Fotos ausgewählt hatten, diese Fotos im Andy Warhol-Stil (die Fotos wurden per Software umgewandelt – je Teilschritt des Projektes eine andere Hintergrundfarbe, die aufgenommen Menschen einfarbig dargestellt). Für dieses Wochenende hatten wir einen DIN A3 Farblaserdrucker ausgeliehen und darauf die Fotos ausgedruckt. Anschließend laminiert und auf Baustahlmatten, die vorher gestrichen worden waren, befestigt. Einen dieser Ausdrucke haben wir zum besseren Verständnis in der Anlage beigefügt.
Ausstellung des Projektes für die Öffentlichkeit
Die Ausstellung des Projektes fand dann wie bereits erwähnt während der Ausstellung „60-Jahre Amerikaner in Hessen“ im Vonderau-Museum Fulda statt. Die Schirmherrschaft hierfür hatte der Fuldaer Oberbürgermeister übernommen. Mit der Ausstellung in der Ausstellung haben wir unterschiedliche Ziele verfolgt. Zum einen waren die Kinder und Jugendliche natürlich sehr stolz, dass ihre Arbeit öffentlich in dieser Ausstellung gezeigt wurde (viele Tausend Besucher haben diese Ausstellung gesehen) zum anderen wollten wir darstellen, was mit Kasernen passiert, wenn die Amerikaner abgezogen sind. Dies passte dann wieder gut zu unserem Thema.
Resümee
Mit dem Projekt „push & pull“ konnten wir viele Kinder und Jugendliche von der Straße holen und den einen oder anderen auch an die Vereinsarbeit heranführen. Wir konnten Menschen in die Gesellschaft integrieren und wir haben es geschafft dem Stadtteil Fulda-Münsterfeld ein Stück „Wir-Gefühl“ zu geben.
Wir konnten aus Einzelgänger – Teamplayer formen und dadurch eventuell ein Stück Zukunftskriminalität abbauen.
Wir konnten Grundwerte vermitteln: Gleichheit, Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität. Wir haben Menschen, gleich welcher Herkunft, kulturellen Hintergrunds, Alters und Bildungsstandes, demokratische Werte näher gebracht und ihnen Wege zur gesellschaftlichen Partizipation aufgezeigt, beziehungsweise eröffnet und wir haben sie dazu befähigt ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung der Demokratie wahrzunehmen.
Das Handlungskonzept unserer Arbeit war durchgängig auf Partizipation von Kindern und Jugendlichen ausgelegt. Demokratie-Lernen fängt in der Jugendclique an, im Club, bei der Auseinandersetzung um Organisationsfragen und gruppenbezogener Abstimmung von Freizeitaktivitäten – sozusagen im Alltagskontext Kinder- und Jugendlicher – an.
Aber wir konnten unsere Arbeit auch vielen Tausend Menschen präsentieren und dadurch darauf hinweisen, wie wichtig solche Projekte sind.
Die Hamburgerparty`s, die Bestandteil dieses Projektes waren, werden von uns auch nach Abschluss des Projektes „push & pull“ weitergeführt.
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